Karriere-Plateaus sinnvoll nutzen


Es ist ein Naturgesetz, dass Stillstand und Fortschritt einander abwechseln. Das wissen wir ja. Diesem Rhythmus folgen auch viele Biografien, auch wenn dies in den Lebensläufen oft nicht sichtbar ist. Die Karriere verlief gut, stets mit einem Schritt weiter oder breiter. Wissen und Erfahrung konnten vertieft oder erneuert werden. Die Persönlichkeit ist mitgewachsen und der Erfolg hat beflügelt, die Krisen haben geläutert. Mitunter hat man beruflich auch schon alles erreicht, was geplant war.

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Und dann stellt sich abrupt, oder auch schleichend, eine Vermutung ein: Es geht nichts weiter.

Mancherorts wird aus der Vermutung Gewissheit: Ich stehe, komme nicht weiter, oder drehe mich im Kreis. Die frühere Herausforderung ist Routine geworden. Im Geschäft, mit den Mitarbeitern läuft es rund, alle sind selbst in diesen turbulenten Zeiten zufrieden. Nur man selbst nicht.

Brauche ich eine neue Challenge?

Ist mir der Sinn abhanden gekommen?

Oder haben sich meine Prioritäten derart verschoben?

Auch wenn es so klingt, es handelt sich dabei nicht zwangsläufig um Burn Out, Bore Out oder Lebensmitte-Krise. Es zeigt, wie ich es gerne nenne, dass ein Karriere-Plateau erreicht wurde.

Es manifestiert sich manchmal als Krise, manchmal in angestrengtem Aktionismus, manchmal in großer Verunsicherung oder Nachdenklichkeit. Oder als große Müdigkeit. So irritierend diese Phase verlaufen mag, sie zählt mit Sicherheit zu den beruflichen Wendepunkten.

Es mag sein,

  • dass die Karriere Pipeline nach oben oder anderswo hin (lateral move) dicht ist, und es kein Weiter gibt.

  • dass ich im Moment kein Ziel habe und nicht weiß, wohin.

  • dass ich dort alles erreicht und gelernt habe, was es zu erreichen und lernen gab.

  • dass Erfolg mich verwöhnt hat, und das eine immer das andere ergab, aber jetzt gerade nicht.

  • dass ich unter meinen Möglichkeiten geblieben bin, aber mich nicht entscheiden kann.

  • dass ich ohne es zu merken, auf ein Abstellgleis geraten bin

So gelingt die De-Blockierung auf dem Plateau :

  • Zu allererst wie ein Bergsteiger zu erkennen, dass Plateaus windig sind, aber eine gute Aussicht auf den bisherigen und künftigen Marsch geben

  • Nachzudenken und zu würdigen, was alles gelungen und unterlassen wurde

  • Neue Erkenntnisse über sich zu erlangen

  • Neue Abenteuer Routen zu planen, indem man sich fragt, was man braucht, nicht was man sich wünscht

  • Neue Fähigkeiten zu lernen

  • Ein Basislager aufzuschlagen und die Wetterlage zu beobachten, um den richtigen Zeitpunkt der Weiterreise zu finden.

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